Mittwoch, 3. Oktober 2018

Clown schnuppern … Clownluft schnuppern …ClownLust … äh … oder so …


Vielleicht ist sie eine Art Berufskrankheit, die mich immer wieder zu neuen Abenteuern lockt, egal, ich liebe sie, die Neugierde. 
Und weil ich so neugierig bin, habe ich mich vor einigen Monaten zu einem Seminar in einer Clownschule angemeldet, das am vergangenen Wochenende stattfand.

Ich wählte den Schnupperkurs der Clownschule von Uli Tamm in Hamburg, der am Freitagabend begann und am Sonntagnachmittag endete. Wie nicht anders zu erwarten: ich war gespannt wie ein Flitzebogen. 
Ich verbinde den Clown mit so vielen  Assoziationen,  liebevollen, bösen, politischen, den klassischen aus dem Zirkus. Wo beginnt überhaupt "Clownsein"? Würden wir uns alle anmalen? Verkleiden? Nichts anders als Quatsch machen? Auf einer Bühne stehen? Was für Leute lernt man in so einem Seminar kennen? Und wie würde ich mich dabei fühlen?

Um das Fazit vorwegzunehmen: Es war wunderbar.

Uli Tamm ist staatlich geprüfte Theaterschauspielerin und bildet seit 2000 Clowns aus. Ihre Leidenschaft ist (u.a. → siehe Beschreibung unter „Teamvorstellung“ auf www.die-clownschule.de):  
Alle Bewertungen in den Urlaub schicken. 

Was für ein herrlicher Gedanke. Seit der Kindheit werden wir bewertet und beurteilt, danach richten wir uns und passen uns so perfekt an, dass wir gar nicht mehr wissen, wer wir selber sind.

Im Clownseminar war es Programm. Keine Bewertungen. Kein Gut oder schlecht, kein lustig oder langweilig, kein akkurat oder dilettantisch. Von der ersten Minute an fühlte ich mich wohl und angenommen, so wie ich bin. Und so ging es anscheinend auch allen anderen Teilnehmern des Kurses, denn bereits am Freitag entstand eine herrlich entspannte, wohltuende Atmosphäre.

Am Samstag und Sonntag wurde Uli unterstützt durch Eva Rossberg, die bis 2017 bei „Trude träumt von Afrika“ dabei war. (Wer die Truppe nie erlebt hat, möge sich hier einklicken und genießen: https://www.youtube.com/watch?v=84JPkCWNdmg)

Allein Uli und Eva zu beobachten, war Beispiel genug, wie entspannt es sich mit dem Bewusstsein eines Clowns leben lässt. 
Erstes Ziel war, sich zu zentrieren. Vieles erinnerte mich an eine meiner vielen Leidenschaften, die chinesische Kampfkunst Tai Chi. Da geht es auch erstmal darum, sich zu erden, Im Jetzt zu sein, seine Mitte zu finden und Energie fließen zu lassen. So aus dem Alltag herausgenommen hatten wir Spaß, viel Spaß und haben viel über uns gelernt.
Jeder konnte sich trauen, das „innere Kind“ nach außen dringen zu lassen und nach Herzenslust zu spielen, zu staunen, sich zu bewegen, über imaginären Wasserpfützen zu stolpern oder auch mal mit einem Fuß auf wundersame Weise am Boden festzukleben. 
Seitdem lässt es sich auch nicht mehr vertreiben, das Kind, es gluckst tief drin immer weiter  und zaubert ein beständiges Schmunzeln auf das Gesicht.

Uli und Eva schafften es, aus jedem Teilnehmer den ganz eigenen, individuellen, sympathischen Clown hervorzulocken. Es war toll, zu sehen, wie wundervolle Clowns geboren wurden.

Am Samstag bekamen wir unsere ganz persönlichen roten Nasen und standen zum ersten Mal auf einer Bühne. Wow. Was für eine Erfahrung …. die bleibenden "Schaden" hinterlässt …
Was ist das Leben herrlich unanstrengend, wenn man sich selbst und seine Dummheiten liebt, sich Naivität erlaubt und einfach macht … mit Sinn … ohne Sinn ... leicht-Sinnig … sing ... sang … sorglos … lali .. lala …

Ups. Angefixt. Ihr merkt es schon. Und das vor der Frankfurter Buchmesse. Huiuiuiuiiiuiuiui ...wird das ein Spaß.

(Wer's noch nicht mitbekommen hat: Ich bin am Freitag und Samstag (12./13.10.)  am Stand von Plaisir d'Amour und Dryas und freu mich riesig, meine tollen KollegInnen im Verlag und Euch, LeserInnen und BloggerInnen,  zu treffen!!!)

Ich empfehle das Clownseminar gerne weiter.  Sehr gerne. (Schaut Euch das Video auf der Startseite von www.die-clownschule.de an 😍) Geht da hin Leute, und lasst Euch verzaubern, die Welt wäre so viel netter, wären wir alle ein bisschen Clown.


PS: 
Ich habe für dieses Seminar, wie alle anderen Teilnehmer, bezahlt und schildere meine subjektiven Erfahrungen. Es handelt sich weder um bezahlte Werbung noch um eine Gefälligkeit.















Freitag, 1. Juni 2018

Eiskalte Blicke ... mitten ins Herz


Was tust du da? Spinnst du?“, fährt sie ihn an.
Du kommst mit mir mit.“
NIEMALS!“
Oh doch!“
Verschwinde“, faucht sie und trinkt einen Schluck, ohne ihn noch eines Blickes zu würdigen.
Irritierende Stille breitet sich aus und ihr Kopf zuckt hoch.
Er steht regungslos im Türrahmen und sieht mit vor der Brust verschränkten Armen auf sie hinab. Immer noch dieser unergründliche Gesichtsausdruck. Nein, nicht unergründlich, reserviert. Kalt. Böse. Gefühllos. Zornig. Fies. Sie hasst dieses Gesicht und seine eisigen Blicke.
Ihre Finger krallen sich am Teebecher fest, und sie starrt auf ihre Fingernägel, die unter dem Druck weiß werden. „Verschwinde aus meinem Haus.“
Das habe ich vor, und dich nehme ich mit.“
Ihr Blick zuckt hoch und begegnet dem Polareis in seinem. Seine Sturheit bringt sie zur Weißglut. „RAUS HIER! Verstehst du mich nicht?“
Ohne ihre gekreischte Frage zu beachten, tritt er ein, zieht sich einen Stuhl zurück und setzt sich.
Ich komme aus dem Büro des Sheriffs. Man hat mich verhaftet und verhört, aber ich konnte beweisen, dass ich unschuldig bin. Sam hat mich abgeholt und mir dann sein Auto geliehen.“
Er schweigt, doch Lara hat keine Ambitionen, seine Ausführungen zu kommentieren.
Ich habe noch einmal Glück gehabt“, stellt er trocken fest, „aber ich kann mich nicht darauf verlassen, dass es beim nächsten Mal genauso glimpflich abgeht.“
Er lehnt sich zurück und sieht sie an. Fordernd. Was soll das? Erwartet er Mitleid von ihr? Pah! Lara starrt eisern schweigend auf den Tisch.
Ich hatte mir heute freigenommen, um ein Stück Grasland am Wald für die Pferde einzuzäunen“, berichtet er sachlich und ruhig. „Wenn ich das getan hätte, hätte ich für diesen Tag kein Alibi und säße jetzt in der Zelle. Zum Glück sprang mein Auto am Morgen nicht an. Ich habe den defekten Anlasser ausgebaut und Mr. Walton mitgegeben, der mir freundlicherweise aus der Stadt einen neuen mitbringen wollte. So konnte ich beweisen, dass mein Auto dich nicht angefahren hat.“
Dann ist ja alles gut, und du kannst jetzt gehen.“
Verdammt!“, brüllt er und sie zuckt zusammen.
Er atmet geräuschvoll aus. „Jemand will dir etwas antun. Glaub mir, das wäre mir sehr gerne scheißegal, doch dieser jemand legt es darauf an, mich als Täter vorzuführen, und das ist mir ganz und gar nicht scheißegal.“ Seine Stimme klirrt vor Kälte. „Ich werde nicht noch einmal für etwas in den Knast wandern, was ich nicht getan habe. Deshalb wirst du jetzt mit mir kommen. Ich lasse dich nicht mehr aus den Augen, ich passe so lange auf dich auf, bis dieses Arschloch identifiziert ist.“


Eiskalte Blicke ... mitten ins Herz


Nachdem Lara sich von ihrem brutalen Ehemann befreit hat, konzentriert sie sich auf ihre Arbeit als Geschäftsführerin eines Restaurants in Silver Hill, Montana.
Joshua saß unschuldig im Gefängnis und wird nie wieder einem Menschen trauen. Als er auf Bewährung entlassen wird, nimmt er den von einem Freund vermittelten Job in der Küche eines Restaurants an und macht sich daran, die Ranch seines Vaters wieder aufzubauen.Lara und Joshua - die arrogante kühle Geschäftsfrau und der verbitterte Bad Boy und Cowboy. Geprägt von ihren Lebenserfahrungen hassen sie sich, ohne sich wirklich zu kennen. Verbitterte Herzen prallen eiskalt aufeinander, bis sie sich zum ersten Mal berühren.Als Laras Leben von einem mysteriösen Stalker bedroht wird und Joshua in Verdacht gerät, muss er sie beschützen und den wahren Verbrecher finden, um nicht selbst wieder unschuldig im Gefängnis zu landen ...
Ein Romantic Suspense-Roman. 



erscheint im Juni, Vorbestellung als Ebook in den Shops schon möglich

Sonntag, 27. Mai 2018

Marketing per Video ...



… ist auch für mich als Autorin ein wichtiges Thema, denn eine Buchvorstellung oder Lesung auf Youtube ist ein tolles Mittel, um genau die LeserInnen zu erreichen, denen meine Romane gefallen könnten.

Ich habe ein Tagesseminar besucht, bei dem ich viel gelernt habe, und das ich deswegen sehr gerne empfehle.

Eingeladen und organisiert hatte Carola Heine (Digital Marketing Professionell, www.carola-heine.de), Dozentin war Jasmin Assen. Die Kölnerin ist Sängerin, Gesangslehrerin, Moderatorin (Fernsehen), Texterin, Videobloggerin (SheGo's Video) und Voice- und Video-Coach. (www.jasminassen.com) Jasmin ist supernett, was mehr als hilfreich ist, wenn man als Laie vor die Kamera tritt, um den Videoauftritt zu üben. (Gemeinschaftliches Stöhnen und Seufzen wirkt übrigens unglaublich entspannend bei Lampenfieber.)

Die Teilnehmerzahl war begrenzt, sodass wir uns in Carolas
gemütlichem Seminarraum (Studiospace, Düsseldorf), in toller Atmosphäre so richtig wohl fühlen konnten und niemand Hemmungen haben musste, sich vor der Kamera zu versuchen.
Bevor jeder seinen „Auftritt“ hatte und dabei von Jasmin wertvolle, fundierte und gut erklärte Tipps bekam, wie man sympathisch „rüber kommt“ und positive Gefühle im Zuschauer anspricht, lernten wir viel über die notwendige Technik, die verblüffend
einfach ist, wenn man nur weiß, wie`s geht.

Ausgerüstet mit dem richtigen Scheinwerfer, einem Iphone, dem Laptop und der richtigen Software ist es Jedem mit etwas Übung möglich, tolle Videos zu produzieren und wirkungsvolles Marketing zu betreiben. Gleichzeitig lernten wir aber auch, wie schnell ein eigentlich gutes Video negative Gefühle beim Betrachter auslösen kann, wenn das Licht, der Hintergrund, Gesten, Mimik, Text oder Ton auch nur in Nuancen nicht optimal sind.

Ich habe diesen Tag im Kreise sehr netter „Mitbegeisterter“ genossen und kann eine Teilnahme an diesem Workshop jedem empfehlen, der sich im Bereich Videomarketing versuchen möchte.

Ich bin jetzt „voll motiviert“. Sobald mein aktuelles Skript fertig getippt ist, beginne ich, zu üben, um die vielen Ideen, die während dieses Seminars entstanden sind, umzusetzen.

Sara-Maria Lukas
www.liebelesenleben.de

Fotos: Carola Heine

PS: Ich habe für die Teilnahme an diesem Seminar bezahlt und meine subjektiven Erfahrungen geschildert. Es handelt sich nicht um bezahlte Werbung oder eine Gefälligkeit.


Mittwoch, 16. Mai 2018

Lesepröbchen Eiskalte Blicke - mitten ins Herz

Nachdem Lara sich von ihrem brutalen Ehemann befreit hat, konzentriert sie sich auf ihre Arbeit als Geschäftsführerin eines Restaurants in Silver Hill, Montana.
Joshua saß unschuldig im Gefängnis und wird nie wieder einem Menschen trauen. Als er auf Bewährung entlassen wird, nimmt er den von einem Freund vermittelten Job in der Küche eines Restaurants an.
Lara und Joshua - die arrogante kühle Geschäftsfrau und der verbitterte Bad Boy - prallen aufeinander. Geprägt von ihren Lebenserfahrungen, hassen sie sich, ohne sich wirklich zu kennen. Verbitterte Herzen prallen eiskalt aufeinander, bis sie sich zum ersten Mal berühren.
Als Laras Leben von einem Stalker bedroht wird und Joshua in Verdacht gerät, muss er sie beschützen und den wahren Verbrecher finden, um nicht selbst wieder unschuldig im Gefängnis zu landen ...


Eiskalte Blicke - mitten ins Herz

Nachdem Lara sich von ihrem brutalen Ehemann befreit hat, konzentriert sie sich auf ihre Arbeit als Geschäftsführerin eines Restaurants in Silver Hill, Montana.

Joshua saß unschuldig im Gefängnis und wird nie wieder einem Menschen trauen. Als er auf Bewährung entlassen wird, nimmt er den von einem Freund vermittelten Job in der Küche eines Restaurants an und macht sich daran, die Ranch seines Vaters wieder aufzubauen.

Lara und Joshua - die arrogante kühle Geschäftsfrau und der verbitterte Bad Boy und Cowboy, prallen aufeinander. Geprägt von ihren Lebenserfahrungen, hassen sie sich, ohne sich wirklich zu kennen. Verbitterte Herzen prallen eiskalt aufeinander, bis sie sich zum ersten Mal berühren.

Als Laras Leben von einem Stalker bedroht wird und Joshua in Verdacht gerät, muss er sie beschützen und den wahren Verbrecher finden, um nicht selbst wieder unschuldig im Gefängnis zu landen ...

 Bei Amazon bereits vorbestellbar

Vorschau im Verlag: 


Textpröbchen 


Als es an der Tür klopft, zuckt sie zusammen. Für eine Weile hat sie tatsächlich vergessen, dass dieser Typ heute kommt. Mist, sie hätte ihn lieber im Restaurant empfangen sollen, schließlich saß er jahrelang im Knast. Wer weiß, wie so einer reagiert, wenn er mit einer Frau allein in einem Raum ist.
Ja.“
Sie drückt die Schultern zurück und sieht über den Bildschirmrand nach vorne. Ihr Blick klebt wie hypnotisiert an der sich senkenden Klinke, und ihre Hände formen sich zu Fäusten, als die Tür aufgeht. Im Rahmen erscheint ein Mann, für den das Büro zu klein zu sein scheint. Er ist mindestens einen Kopf größer als sie. So riesig hat sie ihn nicht in Erinnerung. Er trägt die Haare militärisch kurz und zeigt keine Gefühle. Seine Mimik wirkt, im wahrsten Sinne des Wortes, wie in Stein gemeißelt. Es ist nicht mehr das Gesicht des trotzigen Jugendlichen, das sie auf den Fotos im Internet gesehen hat, sondern das eines Mannes. Breite Wangenknochen, der ausgeprägte Kiefer und ein spitzes Kinn lassen ihn dominant und hart wirken. Er hat sich nicht rasiert. Bartstoppeln entlang der Kinnkonturen. Kleine Falten in den Augenwinkeln und eine blasse Narbe auf der Wange zeugen von Lebenserfahrung. Aus tiefblauen Augen sieht er ihr direkt ins Gesicht. Sein Blick wirkt gleichgültig, als wenn die Situation für ihn keinerlei Bedeutung hätte.
Lara Miller?“, fragt er knapp mit tiefer, rauer Stimme.
Ja.“
Joshua Mason.“
Bitte.“ Sie deutet auf den Stuhl an der Wand gegenüber des Schreibtisches und zieht die Hand schnell wieder zurück. Warum zittern ihre Finger? Das ist doch nicht zu fassen?
Er nickt knapp, tritt ein und schließt die Tür hinter sich. Dann greift er mit einer Hand die Lehne des Stuhls, holt ihn heran und setzt sich. Seine Bewegungen sind von ruhiger Gelassenheit. Lara hat Zeit, ihn zu mustern und muss den Anreiz unterdrücken, aufzuspringen und rückwärts zu gehen, um möglichst viel Platz zwischen sich und diesen Mann zu bringen. Er ist wie ein Cowboy oder Farmer gekleidet, verwaschene Jeans, ein blaues Hemd, darüber eine gefütterte, ausgeblichene Jeansjacke, die offen steht, sodass die Konturen beeindruckend ausgeprägter Muskeln unter der Kleidung zu erkennen sind. Seine Schultern sind breit, vermutlich doppelt so breit wie ihre. Er schluckt, der Adamsapfels an seiner Kehle hüpft.
Sie kennt diese Typen. Lara ist selbst darauf reingefallen. Mit ihrer Kraft und rauen Dominanz beeindrucken sie jede Frau. Es kribbelt im Bauch, wenn so Einer Interesse zeigt. Heute weiß sie, dass man diesen Männern nicht trauen darf. Ein dummes Mädchen wie Betty weiß das noch nicht. Solche Kerle ziehen ihr Ding durch und wer dabei auf der Strecke bleibt, ist ihnen egal. Arthur ist verrückt, ihn anzustellen. Sobald der mitbekommen hat, wo die Tageseinnahmen aufbewahrt werden, wird er sie stehlen und abhauen. Da geht sie jede Wette ein.
Er ist ihr körperlich so extrem überlegen, dass sie absolut wehrlos wäre, würde er sie angreifen. Unwillkürlich hat sie den Drang, sich größer zu machen. Sie schiebt die Schultern nach hinten und streckt das Kinn vor.
Sie wissen, wer ich bin?“, fragt er lässig. Seine tiefe, raue Stimme, scheint Schwingungen durch den Raum zu schicken, die körperlich spürbar sind. Lara hebt den Kopf etwas höher und nickt. „Natürlich.“
Er lehnt sich zurück und neigt leicht das Gesicht, sodass er sie mit schrägem Blick mustern kann, was er auch ungeniert tut. „Arthur sagt, wir kennen uns aus unserer Kindheit.“
Nicht wirklich. Wir sind lediglich in die gleiche Schule gegangen.“
Er nickt knapp, und Laras Blick wird von seinen vollen Lippen angezogen, denn seine Mundwinkel zucken. Für einen Moment entdeckt sie die freche Arroganz in seiner Mimik, die er als Junge ständig aufgesetzt hat. Unwillig runzelt sie die Stirn. „Arthur sagte ...“, sie räuspert sich, „dass Sie ...äh ...“
Ich habe die letzten Jahre im Knast gesessen und brauche einen Job, Mrs. Miller.“ Er betont das Missis und ihren Namen provozierend ironisch. Frech. Arsch.

                                           (Urfassung vor Lektorat und Korrektorat)

Dienstag, 15. Mai 2018

Lese-Häppchen vom aktuellen Schreibtisch

soeben getippt - nicht lektoriert - nicht korrigiert

Viel Spaß beim reinlesen

Gut gelaunt fährt er in seine Wohnung, duscht und tauscht den Overall gegen schwarze Jeans und ein weißes Hemd.
Zwei Stunden später hat er sein Auto auf dem Parkplatz des Rosenclubs abgestellt und läuft zwei Stufen auf einmal nehmend die kurze Treppe zum Eingang hinauf.
Am langen Tresen des Foyers stehen Pascal und Kira. Tom händigt ihnen gerade einen Schlüssel aus.
Jack kennt das Paar bereits seit einer Weile. Wenn er Kira sieht, muss er unweigerlich schmunzeln. Bevor sie mit Pascal zusammenkam, hatten sie eine Session, besser gesagt, sie wollten eine haben. Kira bekam Panik und schrie ihr Safeword hinaus, ehe Jack sie nur mit den Fingerspitzen berührt hatte. Damals war er stinksauer gewesen, weil sie ihn als Versuchsobjekt ausgenutzt hatte, ohne vorher ehrlich darüber zu sprechen. Inzwischen können sie alle drei über diesen Abend lachen.
„Hi Jack!“ Kira strahlt, fällt ihm um den Hals und drückt ihm ein Küsschen auf die Wange.
„Hi, Süße. Gut siehst du aus.“
„Danke.“
Er begrüßt Pascal mit einem lockeren Schlag auf die Schulter und nickt Tom zu. „Wie gehts?“
„Bestens. Und dir?“
„Wird sich noch raus stellen. Mal sehen, was sich hier heute Abend so ergibt.“


Na, wer weiß, woran ich gerade schreibe?

Hier findet ihr die Auflösung : Programmvorschau Plaisir d'Amour



Sonntag, 6. Mai 2018

#metoo – mir platzt der Kragen


Ich bin Jahrgang 1962 und gehöre noch zu der Generation Frauen, die darum gekämpft hat, nicht Fräulein genannt zu werden.

Leicht irritiert verfolge ich nun seit dem letzten Jahr dieses seltsame  #Metoo Phänomen.

Hübsche Frauen beschweren sich, dass sie sich von alten hässlichen Männern haben anfassen lassen müssen, um Karriere zu machen und erwarten jetzt Mitleid und Verständnis????

Spinnt Ihr eigentlich?

Ich gehöre zu den Frauen, die nicht die Kröte geküsst haben, um in "den Adel" einzuheiraten. 
Ich gehöre zu den Frauen, die sich nicht anfassen lassen haben. 

Das musste man nämlich nicht! Man konnte sich wehren! Ja, das ging!!!
Ein einfaches „Lass das bitte“ reichte in der Regel und wenn nicht, sorgte ein kräftiger Tritt gegen das alternde männliche Schienbein für einen angemessenen Abstand.

Die, die wirklich gelitten haben, sind nicht die, die sich anfassen lassen haben, sondern die, die sich gewehrt haben, und dafür als "Zicken"  und "vertrocknete Schachteln" beschimpft wurden, und Nachteile im Job auf sich genommen haben! 
Die, die sich haben anfassen lassen, haben die Vorteile genossen, auf die die anderen verzichtet haben. Weibliche Solidarität? Wo war die? 

Mutige Frauen mussten sich Sprüche anhören wie:

„Stell dich nicht so an, sei ein bisschen nett, dann klappt das auch bei Dir“
„Wenn du auch immer so spröde bist, musst du dich nicht wundern ….“
„Kurzer Rock und die oberen Knöpfe der Bluse auf, dann wird das schon...“
„Nun lächele doch mal! …“
„Stell dich nicht so an, die anderen können das doch auch ….“

Schämt Euch, ihr #Metoo- Memmen, dass ihr den Mist mitgemacht habt.

Solange sich Frauen  mit High Heels künstlich laufunfähig machen,  haben sich auch kein Mitleid verdient, wenn sie nicht als lauffähig gelten.  
💪👿😈💪💪😈😈💥💥😈💪😈😈💥💥💥😈😈💪💪💥💥

PS:
Falls es jemanden irritiert, dass ausgerechnet eine Autorin "solcher" Bücher  so was schreibt, den kann ich beruhigen, in meinem Romanen treffen sich Mann und Frau auf Augenhöhe, um gemeinsam Spaß zu haben, auch wenn das in diesem Genre leider nicht die Regel ist.  Aber da fängt es doch an, oder?

2. PS
Da dieser Beitrag bereits kurz nach seiner Veröffentlichung für diverse Diskussionen gesorgt hat, noch ein kleiner Nachtrag, um  Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier um die #Metoo - Diskussion, nicht um Gewalt gegen Frauen.

Und für alle, die  es interessiert, gibt es auch hier noch einen interessanten Beitrag zum Thema:   https://www.zeit.de/kultur/2017-11/sexismus-metoo-sexuelle-uebergriffe-aussehen?utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_campaign=ref


Freitag, 12. Januar 2018

So sieht's aus

ein nicht so ganz ernst zu nehmender Einblick 
in den Alltag
 einer gebeutelten und gestressten Autorin 

Tag 1
Ich habe eine Idee
WOW 
SOFORT AUFSCHREIBEN
DAS IST DIE IDEE DES JAHRHUNDERTS - WELTBESTSELLER - WIRD GARANTIERT VERFILMT

Tag 2 - x Entwicklungsphase
Plot basteln, Protagonisten kennenlernen, Ablauf festlegen, Expose schreiben
Autorin verbraucht siebenundachtzig Schmierpapierblöcke, träumt nachts von Protagonisten und abgebrochenen Bleistiften und  trinkt 5 Liter Kaffee pro Tag
Mitmenschen fragen Autorin, ob sie Drogen genommen hat, weil sie so "geistig abwesend" wirkt

Tag x - x Schreibphase 

SUPER - DIE SZENE IST DER KNALLER

Scheiße. die Charaktere stimmen nicht

PERFEKT - ICH LIEBE DIESEN PROTAGONISTEN
(kann mal jemand Lebensmittel einkaufen)

Mist, so sollte es eigentlich nicht weitergehen

HAPPY - DIESE WENDUNG WERDEN DIE LESERINNEN LIEBEN

pohhh manno, mein Kopf funktioniert heute nicht. das ist so eine scheiß Geschichte, die interessiert doch niemanden
(Die Wohnung sieht aus wie Sau, warum räumt niemand auf?)

WOW - DIESE SZENE IST MIR ABER MAL ECHT GELUNGEN
(Mist, ich habe nichts sauberes mehr anzuziehen. Wo steht noch mal die Waschmaschine in diesem Haus?)

Dieses Kapitel ist viel zu langweilig, das kann ich komplett in die Tonne kloppen

ENDLICH - FERTIG - AB INS LEKTORAT
(Oh, wow, die Jahreszeit hat sich geändert.)


Überarbeitung
eine Woche Schwanken zwischen :
"ich habe totalen Schrott geschrieben"  über - "geht ja" - bis - "okay, ist ganz gut."

ab ins Korrektorat

2. Überarbeitung
Autorin hat den Roman jetzt so oft gelesen, dass sie ihn total langweilig und öde findet.
Das will kein Mensch kaufen, es lohnt sich nicht, es zu veröffentlichen.  


Nacht vor der Veröffentlichung

oh mann, warum habe ich keinen normalen Beruf gewählt, dann könnte ich jetzt ruhig schlafen