Freitag, 24. November 2017

Antworten


Ein herzliches Hallo an alle Facebooker, die meinem Angebot gefolgt sind, und mich gefragt haben, was sie immer schon mal von mir wissen wollten:

1. Wann geht's mit den Carter Brüdern weiter?
Es wird zu jedem Carterbruder eine Geschichte geben, die nächste erscheint auf jeden Fall in 2018 :-) Das wird die Geschichte von Jason, Ihr dürft gespannt sein.

2. Wann kommt ein neues Buch von Dir?
Ich schreibe gerade an Hard & Heart 6, das auf der Verlagshomepage  fürs Frühjahr angekündigt ist.
(http://www.plaisirdamour.de/index.php/programm/vorschau?view=book&id=196)
 Aber vorher  ... Psssst .... noch streng geheim ... gibt's eine Weihnachtsüberraschung.

3. Wie schaut ein typischer Tag bei Dir aus?
Der Vormittag sieht fast immer gleich aus:
Ich stehe gegen 7 Uhr auf, füttere meine Pferde, füttere die Katzen,  fütt... nein ...  frühstücke mit meinem Kerl. Anschließend setze ich mich an meinen Laptop, schreibe ein paar Stunden und / oder erledige andere Schreibtischarbeiten.
Der Nachmittag ist immer anders. Siehe Frage 4

4. Was machst Du gern in Deiner Freizeit?
Ich wohne in einem kleinen Dorf, liebe die Natur und meine Ponys.  Da ich neben der Schreiberei auch mit Pferden und Reitern arbeite,  verbringe ich viel Zeit draußen, was ich sehr genieße.
Außerdem mache ich gerne Musik. Früher Gitarre/E-Gitarre,  dann mangels Zeit einige Jahre fast gar nicht, seit einigen Monaten "zelebriere" ich begeistert das Spiel auf der Ukulele mit Tendenz zu hochgradig süchtig.
Eine weitere wichtige Sache in meinem Leben ist die chinesische Kampfkunst Tai Chi, die ich regelmäßig übe, was mich ausgeglichen und zufrieden macht :-)
Natürlich liebe ich als echte Norddeutsche "Deern" die Nordsee und das Watt. Ein Tag am Meer ist wie ein ganzer Urlaub.
Und abends vor dem Einschlafen?  ... Wie sollte es anderes sein, ... ich lese natürlich.

PS zu Frage 3 und 4:
Aufmerksamen LeserInnen wird nicht entgangen sein, dass meine Tage ziemlich ausgefüllt sind und ... ja, richtig kombiniert, mein Haushalt ist nicht der gepflegteste ....

5. Wo holst Du Dir die guten Ideen her?
Ideen kommen ganz automatisch, oft während der Stallarbeit oder beim Waldspaziergang, oft auch beim Autofahren. Viele Ideen entstehen durch das aktuelle Zeitgeschehen. ich lese einen Artikel in einer Zeitschrift und habe dadurch eine Romanidee.  Manchmal habe ich auch Ideen, wenn ich Menschen beobachte, während Wartezeiten am Bahnhof oder Flughafen beispielsweise.
Das wichtigste bei Ideen ist, sie nicht wieder zu vergessen, deshalb tippe ich mir im Handy eine Notiz, sobald mir etwas einfällt. Wenn ich dann einen Roman plane, "wühle" ich in meinem Ideenpool und suche mir heraus, was ich verarbeiten will.


Und falls es jemand noch nicht weiß: Alles über meine Bücher findet Ihr auf
  www.liebelesenleben.de

Links zu meinen Aktivitäten mit Pferden, Reitern und Tai chi, sind hier zu finden:
www.bruns-vp.de



Freitag, 24. März 2017

Aus "Nichts ist wie es scheint"

Sie sah ihn mit großen Augen an. Da fühlte er dieses Ziehen tief im Körper. Es überfiel ihn unerwartet und einen Moment lang versank er mit allen Sinnen in ihrem Blick, konnte sich nicht losreißen. Doch er zwang sich, das Gesicht abzuwenden. Ärgerlich runzelte er die Stirn. „Guck mich nicht so an, Prinzessin.“
Sofort senkte sie den Kopf und schob nervös die Hände unter die Oberschenkel. Sie wirkte wie ein verlegener Teenager, der dabei ertappt wurde, einen erwachsenen Mann anzuhimmeln. Nervös kaute sie auf ihrer Unterlippe.
„O Shit.“
Sie zuckte zusammen, runzelte die Stirn, und ihm wurde klar, dass er laut gedacht hatte.
Schon wieder dieser Blick.
Verdammt, dieser Mund. Solche Lippen mussten einen Mann ja um den Verstand bringen. Er atmete tief durch. „Hey, schau mich nicht so an. Ich bin nicht der Richtige … für so was. Wir haben einen Deal, ein Geschäft. Mehr nicht. Klar?“ Leo stand auf. „Ich gehe lieber. Hier.“ Er holte das Handy aus der Tasche und hielt es ihr hin. „Meine Nummer ist drin. Lern sie auswendig und lösche sie. Lösche immer alle Listen, falls es mal in falsche Hände gerät.“
Sie erhob sich auch, trat dicht vor ihn und nahm ihm das Handy ab. „Danke.“
„Schon gut. Versteck es sorgfältig. Melde dich, wenn es was Neues gibt.“
Sie nickte, langsam, zögernd und dann lagen auf einmal ihre Lippen auf seinem Mund und ihre Hände auf seiner Brust. Es fühlte sich so weich an, so warm, so lockend. Als er sie an den Schultern fasste, um sie wegzuschieben, gehorchten die Muskeln seinem Willen nicht, und er zog sie näher zu sich heran. Sie öffnete den Mund, lud ihn unmissverständlich ein, und er nahm die Einladung an. Seine Zunge drängte zwischen ihre Lippen und traf ihre, die sich um die seine schlang, als hätte sie bereits sehnsüchtig darauf gewartet, dieses Spiel mit ihm zu spielen. Er griff in ihre Haare und sie legte willig den Kopf in den Nacken, ließ sich von ihm halten, während ihr Kuss immer intensiver wurde. Zu lange hatte er keine Frau angefasst, sodass ihn die Gefühle völlig unerwartet und unkontrolliert überfielen. Mit so etwas hatte er nicht gerechnet. Er war nicht vorbereitet auf diese Versuchung, und sein Körper reagierte viel zu schnell. Hart und fordernd presste sich sein erigiertes Glied an ihren Unterleib. Sein Atem wurde schneller, sein Kuss fordernder, seine Umarmung fester.
„Nein!“
Ihre schrille Stimme und die unerwartete Gegenwehr holten ihn in die Wirklichkeit zurück. Erschrocken ließ er los, und sie taumelte einen Schritt zurück. Nur noch Panik lag in ihrem Blick.
„Keine Angst, schon gut, ich tu dir nichts.“ Er hob beschwichtigend die Hände, während sich sein Atem beruhigte. „Verdammt, Claire, warum machst du das?“
Sie schien verwirrt, als würde sie sich selbst nicht verstehen.





Montag, 6. März 2017

Veilchentränen Schnipselchen

Textschnipselchen

aus Veilchentränen
Cafe au lait und ganz viel Liebe 3

NEU IM MÄRZ

ACHTUNG Blogger:
Für Rezi - Exemplare bitte direkt den Bookshouseverlag ansprechen. Danke!

Christin bewegte sich nicht mehr. Sie saugte das Gefühl von Geborgenheit in sich auf wie ein trockener Schwamm das Wasser.
Als es klingelte, zuckte sie zusammen.
»Das wird Leon sein. Keine Sorge, er bekommt dich nicht zu Gesicht«, beruhigte Luca sie, während er aufstand. »Soll ich ihm irgendetwas ausrichten?«
Christin schüttelte gehetzt den Kopf, und er zog kurz unwillig die Augenbrauen zusammen. Dann lächelte er auch schon wieder und hob beschwichtigend eine Hand. »Kein Problem. Bleib ganz ruhig. Ich lasse ihn nur in den Flur.«
Wie hypnotisiert starrte sie auf die Wohnzimmertür, nachdem er sie hinter sich geschlossen hatte.
Sie hörte, wie sich Leon und Luca begrüßten. »Wo ist sie? Ich will mit ihr reden«, forderte Leon, und jede Muskelfaser ihres Körpers verkrampfte.
Luca hielt Wort. »Sie will niemanden sehen, auch dich nicht«, antwortete er bestimmt.
Erleichtert atmete Christin aus.
Leon seufzte. »Warum denn bloß? Was ist denn in sie gefahren? Das ist doch bescheuert!«
»Was ist am Abend vorher passiert? Hattet ihr Streit?« Lucas Stimme hörte sich ziemlich angriffslustig an.
»Nein, Mann, was soll das? Es war alles ganz normal zwischen uns. Sie war völlig normal.«
»Und an dem Morgen?«, hakte Luca misstrauisch nach.
»Ich habe noch geschlafen, als sie aufgestanden ist und bin erst wach geworden, weil die Nachbarn an der Wohnungstür Sturm klingelten. Da lag Chris schon bewusstlos im Treppenhaus. Ich habe keine Ahnung, was passiert ist. Komm schon, wo ist sie? Sie muss mit mir reden. Ich mache mir doch Sorgen.« Seine Stimme klang bittend, nicht fordernd. Es war die Stimmlage, mit der er sie immer zum Nachgeben brachte, und sie war nahe dran, aufzuspringen und sich hinter der Couch zu verstecken. Doch Luca ließ sich nicht beeindrucken. »Sie will nicht. Vergiss es.«
»Fuck! Sie kann sich doch nicht einfach so verstecken!«
»Warum nicht?«
»Warum nicht? Warum nicht?« Seine Stimme wurde jetzt ungeduldig. »Ich bin ihr Freund, schon vergessen? Außerdem gibt’s auch so einiges zu regeln, wenn sie länger wegbleibt. Da liegen Rechnungen, die bezahlt werden müssen.«
»Das wirst du doch erst mal übernehmen können.«
»Nein, Mann, kann ich im Moment nicht. Bei mir sieht’s grad nicht so prall aus.«
»Dann werden wir das in den nächsten Tagen regeln. Heute nicht. Geh jetzt. Sie wird sich melden, wenn sie sich besser fühlt«, bestimmte Luca, und sein Tonfall ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass er das Gespräch als beendet betrachtete.
Christin hörte Leon noch unzufrieden grummeln, dann klappte die Wohnungstür zu und Luca kehrte zu ihr zurück.
Sie atmete zitternd aus. »Danke.«
Er hockte sich vor sie und legte die Hände auf ihre Oberschenkel. Sein Blick schien Löcher in ihre Haut zu brennen. »Hat er dir was getan, Chris?«
Ein fieser dicker Kloß verstopfte ihre Kehle, und ihre Augen brannten. Sie schluckte.


Lucas Wangenmuskeln zuckten. »Chrissy, bitte. Sag mir, ob er dir etwas getan hat. Nur ja oder nein, mehr nicht. Das schaffst du.«


Ist Anfang März 2017 im Bookshouse Verlag erschienen

www.liebelesenleben.de


Mittwoch, 1. März 2017

Hilfe, keiner findet mein Buch!

Autoren und Werbung - ein leidiges Thema

Gestern wurde ein Roman von mir veröffentlicht.

Im Zeitalter von Ebooks und Selfpublishing machen Autoren für sich selbst Werbung, wie nie vorher.
Da wird gepostet,  was das Zeug hält, es gibt Gewinnspiele, Leserunden,  Blogtouren ... und wer die meisten Rezis auf Amazon hat ... hat noch lange nicht am meisten verkauft.

Es gibt gute Autoren, weniger gute und andere, die den Namen nicht verdient haben, weil ihre Werke handwerklich so grottenschlecht sind, dass man sich fragt, ob es ihnen nicht peinlich ist, so was zu veröffentlichen und dafür auch noch Werbung zu machen, ohne rot zu werden.

Leser und Leserinnen regen sich über die Masse an Werbung in ihren Facebook-Lesegruppen auf und Autoren haben schlaflose Nächte, weil sie denken, ihr Bestseller geht in der Masse unter, nur weil ihn keiner sieht, wenn sie nicht genug Werbung für ihn machen.

Und dann gibt es noch die anderen. Die ... nennen wir sie mal ... introvertierte Schreiberlinge, denn die sind ganz anders als die, die man heute als Autoren kennt.

Die sitzen tagein tagaus zuhause am Schreibtisch und entblößen in ihren Werken ihre Seele.  Die können einfach nicht anders.
Die schreiben, was ihnen Lebenserfahrung und sorgfältige Recherche gebietet.
Die leiden beim Schreiben mit ihren Protagonisten... ach was, viel schlimmer als sie.
Irgendwann ist eine Geschichte beendet und der Schreiberling hat furchtbare Angst davor, was passiert, wenn jemand diese Geschichte liest.  Gleichzeitig möchte er so gerne, dass seine Protagonisten das helle Tageslicht erblicken dürfen.
Aber hat er sie gut genug geschrieben?
Wurde er seinen Protagonisten gerecht? Wird die Welt ihre Handlungen verstehen?
Je mehr Liebe und Sorgfalt so ein Schreiberling in sein Werk investiert, desto mehr Angst hat er, dass es doch nicht gereicht hat, um den Leser zu erreichen, um ihm das Lesevergnügen zu schenken, auf das er ein Recht hat, wenn er sein schwer verdientes Geld für den Roman ausgegeben hat.

Ein introvertierter Schreiberling zu sein, heißt nicht, dass man besonders hochwertige Literatur fabriziert.
Solche Schreiberlinge schreiben auch einfach nur Geschichten, über das Leben, den Tot, die Liebe, den Sex.  Nur anders eben: Bildlich gesprochen mit ihrem Herzblut, nicht mit der Tinte von Aldi.

Schreiberlinge sind die Nachttiere unter den Autoren. Sie schreiben, weil sie nicht gerne reden.  Sie geben ihre Werke  in die Welt, weil sie sich selber lieber aus derselben zurückziehen.
Sie leiden Todesängste am Tag der Veröffentlichung ihres Gedankengutes und erst wenn die ersten positiven Leserreaktionen eintreffen, können sie allmählich wieder zaghaft ausatmen.

Vor dreißig Jahren gab ein Autor sein Werk dem Verlag, der es im Buchhandel verkaufte.  Gleichzeitig veröffentlichte man unter einem Pseudonym, wenn man nicht darauf erpicht war, als Person in der Öffentlichkeit zu erscheinen.

Heute sind Pseudonyme ein Teil der Werbung.  Erotik unter einem amerikanisch klingenden Namen verkauft sich einfach besser.
Heute verkaufen zwar auch Verlage Bücher, aber vom Autoren wird gleichzeitig erwartet, dass er für sich selbst Werbung macht, auch wenn er doch nur ein armer introvertierter Schreiberling ist und die meisten introvertierten Schreiberlinge passen sich dem an, obwohl sie sich damit nicht wohl fühlen.

Gestern wurde ein Roman von mir veröffentlicht, und einige von Euch, die bis hierher gelesen haben, schmunzeln jetzt und sagen ... ganz schön raffinierte Werbung ....
Vielleicht ist es das, aber so ist dieser kleine Beitrag nicht gemeint.  Unten findet Ihr meine Homepageadresse und darauf alle bisher veröffentlichten Romane. Bitte kauft nur, was Euch wirklich reizt.  Und ja, natürlich freue auch ich mich über positive Rezensionen, aber bitte schreibt sie nur, wenn sie ehrlich sind und von Herzen kommen. Danke.

Ich habe beschlossen, meine Zeit nicht damit zu verbringen, darüber zu grübeln, wie viel Werbung ich für meinen neuen Roman wo poste, ohne jemandem auf die Nerven zu gehen ... ich lasse es einfach.

Also:
Wer sich für meine Bücher interessiert, möge bitte eine meiner Autorenseiten auf facebook abonnieren, oder falls er / sie keine sozialen Netzwerke mag, kann er/ sie mir auch eine Email schreiben, wenn er/ sie über Neuigkeiten aus meinem Schreiberlingdasein informiert werden möchte.
Blogger, die sich für meine Arbeit interessieren: Bitte  wendet Euch für Rezi-Exemplare direkt an die Verlage. Ich danke Euch.

Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit.

www.liebelesenleben.de















Dienstag, 14. Februar 2017

Vom aktuellen Schreibtisch

Zum Valentinstag schenke ich Euch ein Textschnipselchen meines neuen Romans (natürlich unlektoriert, wer Tippfehler findet, darf sie behalten)
Titel noch unbekannt, Veröffentlichungsdatum auch


Das Bild vor ihren Augen und ihre Reaktion kommen wie ein plötzlicher gleißender Blitz, im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Nichts. 
Da ist dieser Typ, der halb auf der Straße stehend gebeugt fotografiert und das Auto, das sich von hinten nähert und direkt auf ihn zu rast. 
„Vorsicht!“ Sina greift mit der freien Hand zu, ohne zu überlegen. Sie erwischt ihn am Oberarm. Sein Ellenbogen schleudert seitlich gegen ihre Rippen. Sie verliert das Gleichgewicht und fällt rückwärts, es folgt unmittelbar ein leichter Rempler eines Passanten von der anderen Seite, dadurch wird sie halb gedreht nach vorne gestoßen. Sie landet mit der Brust auf einem muskulösen, flachen Bauch und mit der Hand direkt auf einer warmen, ausgeprägten, Ausbuchtung einer Jeans. Alles geht so schnell, dass ihre Reflexe nicht reagieren, sie stößt nicht mal einen Schrei aus. Um sie herum duftet es plötzlich unglaublich maskulin, sehr herb, vielleicht nach Holz und Moos, gemixt mit einer süßlich- bitteren Nuance. Sie saugt die aromatisierte Luft ein, dreht irritiert den Kopf und starrt gegen einen Männerarm in einer dicken Jeansjacke, der wie ein Pfahl gerade in Richtung Himmel aufragt. Ihr Blick folgt hinauf und sie erkennt in seiner Hand eine dieser teuren Spiegelreflexkameras, wie Fotografen und Journalisten sie benutzen. 
„Fuck“, stößt eine raue, tiefe Stimme nah an ihrem Ohr aus. Schlagartig kapiert Sina, dass sie auf dem Brustkorb des Mannes liegt, den sie gerade von der Straße gezerrt hat, und der den Arm hochgerissen hat, um die Kamera vor einem Aufprall zu schützen. Zu allem Überfluss fasst ihre Hand in etwas warmes, klebriges, dickes auf rauem, feuchten Jeansstoff über einem Ding zwischen seinen Beinen, was ist ... wieso ... WAS?! Jeder Muskel in ihrem Körper spannt augenblicklich an und sie strampelt planlos hektisch herum, bis der Typ seinen Oberkörper aufrichtet und sie dabei mit anhebt. Ihre Füße finden Halt und sie rappelt sich ungelenk auf. Eine Sekunde später steht er auch und sie weicht erschrocken einen Schritt zurück. Er ist mindestens zwanzig, nein, gefühlte fünfzig Zentimeter, größer als sie und seine Schultern sind doppelt so breit wie ihre. Er ist schlank. Die langen, muskulösen Beine stecken in einer ausgeblichenen Jeans.
„Kannst du nicht aufpassen?“, donnert seine Stimme über ihr und ihr Blick zuckt hoch. Sie sieht im Schein der Laterne nur die Hälfte seines Gesichtes. Der Rest liegt im Schatten. Zu erkennen sind schwarze, leicht verstrubbelte, kurze Haare, dichte Augenbrauen und eine missmutig gekrauste Stirn. In seinen dunklen, bedrohlich zusammengezogenen Augen glitzert das gespiegelte Licht der Leuchtreklamen. Schmale Wangen und geschwungenen Lippen betonen den kräftigen Unterkiefer und das ausgeprägte Kinn. Ein Drei-Tage-Bart und die groben Schatten durch den Lichteinfall geben dem Gesicht einen herben, bedrohlichen Ausdruck. Seine Gestalt wirkt auf Lena beängstigend dominierend und gleichzeitig verwirrend anziehend. Anscheinend erwartet er keine Antwort, denn er schenkt seine volle Aufmerksamkeit der Kamera. Nachdem er sie von allen Seiten begutachtet und ein paar Knöpfe gedrückt hat, knurrt er ein kaum verständliches „Funktioniert. Glück gehabt“.
Ihre Wahrnehmung wird abgelenkt. Sie hat wohl in einer unbewussten Schreckbewegung die Hand an den Mund gelegt, aber was klebt da so? Sie dreht die Handfläche und starrt auf glibberige, rötliche Sauce. 
„So eine Scheiße!“, flucht der Typ, der anscheinend auch in diesem Moment bemerkt, dass etwas widerliches zwischen seinen Lenden pappt. „Keine Scheiße, nur Soße“, rutscht Sina trocken heraus, die soeben Curry auf ihren Lippen schmeckt und begreift, dass ihre Hand im Sturz die Currywurst auf seinem Schwanz zerquetscht hat. Oh je. Blamage in Perfektion.
„Nach vorne gucken soll helfen“, knurrt er genervt und erst, als Lena auffällt, dass er deutlich angepisst in ihre Richtung starrt, wird ihr klar, dass er sie angesprochen hat.
„Wie bitte?“
„Augen auf beim Gehen, Mädel, hat Mutti dir das nicht beigebracht?“
„Ich?“ Perplex starrt sie zu ihm auf.
„Nein, die Zehntausend anderen hier.“ Er schnaubt trocken. „Ja! Du! Wer sonst wollte mich gerade über den Haufen rennen?“
„Ich habe dir das Leben gerettet, du Spinner! Und das da“, sie zeigt auf seinen Penis, „war mein Abendessen!“ Ihre Stimme bebt vor Entrüstung.
„Willst du es abschlecken?“, fragt er süffisant grinsend.



Freitag, 30. Dezember 2016

Textschnipselchen-Alarm "Wie du"mich siehst"

Dies ist ein kleiner Ausschnitt aus einer meiner allerersten Geschichten. 
Sie lag lange in der Schublade, bevor ich sie vor einigen Jahren über Bookrix veröffentlichte.
Seitdem wird sie konstant gerne gelesen und ich habe schon viele nette Feedbacks per Email bekommen. Rezensionen gibt es allerdings nur eine einzige. 

Vielleicht hat ja dieses Wochenende jemand Lust, ein kurzes Feedback zu hinterlassen... 


Er lehnt an der Hauswand und wartet auf mich. Er hat geduscht, seine Haare sind noch nass. Und rasiert hat er sich auch. Er duftet nach Aftershave. Er trägt wieder Jeans, ein T-Shirt und Turnschuhe. Ich muss an Hanna denken. Blöde Gans. Mir ist es egal, was er anzieht.
Wir gehen nebeneinander den Fußweg entlang. Plötzlich sehe ich hinter der Hecke einen Schatten. Entsetzt springe ich zur Seite, dränge gegen Jonas Körper. Ich bekomme keine Luft mehr. Er legt den Arm um meine Schultern und ich höre mich selbst röcheln. Eine Sekunde später steht mein Vater vor uns und Jonas zieht seinen Arm schnell weg. Ich keuche, endlich, da ist wieder Sauerstoff. Eine endlose Sekunde lang ziehe ich tief frische Luft in meine Lunge. Dann bin ich nur noch wütend. „Vater! Was machst du hier?“ Ich starre ihn an und er hebt irritiert die Augenbrauen. „Ich spaziere durch meinen Garten und überlege, ob die Hecke geschnitten werden muss. Was ist los? Du bist doch sonst nicht so schreckhaft. Guten Abend übrigens.“ Er nickt zu Jonas hinüber und der erwidert den Gruß.
Mein ganzer Körper zittert und der Blick meines Vaters ist besorgt. Er merkt, dass was nicht stimmt. Mist.
„Alles in Ordnung?“ Er fixiert Jonas, als ob er in sein Gehirn gucken wollte. Wie unhöflich!
„Ja, alles in Ordnung. Ich habe mich nur erschrocken. Entschuldige“, sage ich schnell, um ihn abzulenken.
„Na, dann ist ja gut“, antwortet er mit deutlich sarkastischer Betonung, nickt nochmal grüßend und geht.
Ich drehe mich zu Jonas. Der mustert mich und hat eine dicke Falte zwischen den Augenbrauen. Sofort schießen mir Tränen in die Augen. Ich bin schon wieder fix und fertig. Es wird nicht besser. Ich werde den Rest meines Lebens Gespenster sehen, schreckhaft sein und Atemnot bekommen.
Jonas legt wortlos den Arm um mich und wir gehen weiter. Ich ziehe meinen Schlüssel aus der Tasche. Meine Hand zittert immer noch und ich habe schon wieder das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Er nimmt ihn mir ab. „Ganz ruhig. Es ist alles in Ordnung.“ Ohne mich loszulassen, schließt er auf. Wir gehen rein, ich bleibe im Flur, während er in alle Räume sieht. Er gibt Entwarnung und ich sacke mal wieder auf einem Sessel zusammen und heule los wie ein Kind.
Verdammt, das muss doch endlich mal aufhören!

Jonas erzählt

Sie ist bleich wie eine Leiche und zittert am ganzen Körper. Ich dachte, sie kippt um, als sie sich gerade so erschrocken hat. Nun weint sie wieder. Ich setze mich auf die Lehne des Sessels und streiche ihr über den Rücken. 
„Ich habe mir so fest vorgenommen, heute normal zu sein und dir zu zeigen, dass ich nicht so bescheuert bin, wie du mich kennengelernt hast und jetzt heule ich dir schon wieder was vor“, jammert sie und schnieft ordentlich in ein Taschentuch.
„Du hast dich erschrocken.“
„Völlig grundlos!“
„Sei nicht so streng mit dir.“

Sie lehnt ihren Kopf an meinen Körper und ich habe einen Grund ihr über die seidig glänzenden Haare zu streichen. Meinetwegen muss sie nicht anders sein, aber ich fürchte, es ist unfair, so zu denken. 

bei Amazon
Buchseite auf meiner Homepage

Donnerstag, 17. November 2016

NEUE ROMANE


In diesem Jahr erscheinen beim Verlag Plaisir d'Amour  noch zwei neue Romane von mir.

Vielen Dank an Mia für die tollen Cover!!!!



 Reihe Hard & Heart:




Anna sieht auf ihrem Fortbildungslehrgang für Bodyguards bei Pascal Engel unerwartet den Typen wieder, den sie am meisten hasst. Max war während ihrer gemeinsamen Schulzeit der Schwarm aller Mädchen und ihre große Jugendliebe, bis er sie in eine schrecklich peinliche Situation gebracht hat, was sie ihm nicht verzeihen kann.
Max freut sich sehr, als er auf seinem Fortbildungslehrgang bei Pascal Engel seine Jugendliebe Anna wiedersieht. Doch die begegnet ihm mit Wut und Hass, obwohl er ihr nie wissentlich etwas getan hat.
Jeden Tag geraten die beiden aneinander, bis Pascal sie als Pseudoehepaar in einem Hotelzimmer einquartiert, um einen Dieb zu überführen.
Max sieht seine Chance gekommen, endlich Annas harte Schale zu knacken. Damit das auch gelingt, liest er heimlich in ihrem Tagebuch ...

Teil 4 der BDSM-Reihe Hard & Heart.

zur Verlagsseite

Anna sieht auf ihrem Fortbildungslehrgang für Bodyguards bei Pascal Engel unerwartet den Typen wieder, den sie am meisten hasst. Max war während ihrer gemeinsamen Schulzeit der Schwarm aller Mädchen und ihre große Jugendliebe, bis er sie in eine schrecklich peinliche Situation gebracht hat, was sie ihm nicht verzeihen kann.
Max freut sich sehr, als er auf seinem Fortbildungslehrgang bei Pascal Engel seine Jugendliebe Anna wiedersieht. Doch die begegnet ihm mit Wut und Hass, obwohl er ihr nie wissentlich etwas getan hat.
Jeden Tag geraten die beiden aneinander, bis Pascal sie als Pseudoehepaar in einem Hotelzimmer einquartiert, um einen Dieb zu überführen.
Max sieht seine Chance gekommen, endlich Annas harte Schale zu knacken. Damit das auch gelingt, liest er heimlich in ihrem Tagebuch ...
Teil 4 der BDSM-Reihe Hard & Heart. 
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Teil 1 der neuen Reihe Hard & Love

Anna sieht auf ihrem Fortbildungslehrgang für Bodyguards bei Pascal Engel unerwartet den Typen wieder, den sie am meisten hasst. Max war während ihrer gemeinsamen Schulzeit der Schwarm aller Mädchen und ihre große Jugendliebe, bis er sie in eine schrecklich peinliche Situation gebracht hat, was sie ihm nicht verzeihen kann.
Max freut sich sehr, als er auf seinem Fortbildungslehrgang bei Pascal Engel seine Jugendliebe Anna wiedersieht. Doch die begegnet ihm mit Wut und Hass, obwohl er ihr nie wissentlich etwas getan hat.
Jeden Tag geraten die beiden aneinander, bis Pascal sie als Pseudoehepaar in einem Hotelzimmer einquartiert, um einen Dieb zu überführen.
Max sieht seine Chance gekommen, endlich Annas harte Schale zu knacken. Damit das auch gelingt, liest er heimlich in ihrem Tagebuch ...
Teil 4 der BDSM-Reihe Hard & Heart. 

Anna sieht auf ihrem Fortbildungslehrgang für Bodyguards bei Pascal Engel unerwartet den Typen wieder, den sie am meisten hasst. Max war während ihrer gemeinsamen Schulzeit der Schwarm aller Mädchen und ihre große Jugendliebe, bis er sie in eine schrecklich peinliche Situation gebracht hat, was sie ihm nicht verzeihen kann.
Max freut sich sehr, als er auf seinem Fortbildungslehrgang bei Pascal Engel seine Jugendliebe Anna wiedersieht. Doch die begegnet ihm mit Wut und Hass, obwohl er ihr nie wissentlich etwas getan hat.
Jeden Tag geraten die beiden aneinander, bis Pascal sie als Pseudoehepaar in einem Hotelzimmer einquartiert, um einen Dieb zu überführen.
Max sieht seine Chance gekommen, endlich Annas harte Schale zu knacken. Damit das auch gelingt, liest er heimlich in ihrem Tagebuch ...
Teil 4 der BDSM-Reihe Hard & Heart. 
Erst bringt Charlottes Freund sie um Job, Wohnung und Erspartes, dann stirbt auch noch Bauer Harmsen, auf dessen Hof ihre vom Schlachter geretteten Gnadenbrotpferde wohnen. Sie muss Stall und Weide verlassen, weil die Erben, Harmsens Verwandte aus den USA, anreisen.
Charlotte weiß nicht wohin und fälscht in ihrer Not einen Erbpachtvertrag für Stall und Weide. Ein Fehler, wie sie mit eiskalter Gewissheit erkennt, als die Erben vor ihr stehen. Es sind fünf Kerle mit Körpern aus Stahl, und einer von ihnen fixiert sie mit messerscharfem Blick, der ihr heiße Schauer den Rücken herunterjagen lässt. Er wird sie wie eine Fliege zwischen seinen Fingern zerquetschen, sobald ihr Schwindel auffliegt.
Frauen sind Abschaum, weiß Logan, seitdem seine letzte BDSM-Gespielin ihn verraten, betrogen und gesellschaftlich ruiniert hat. Doch dann steht auf dem geerbten Hof in Deutschland diese dreckverschmierte, trotzige Zicke vor ihm, und ihre Augen senden Blitze direkt in sein Herz. Und plötzlich will Logan nur noch eins: seine Lippen heiß auf ihre pressen!

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Alle Bea-Lange-Fans dürfen sich den März 2017 vormerken. 

Dann erscheint das 3. Buch der Cafe-au-lait -Reihe