Sonntag, 6. Mai 2018

#metoo – mir platzt der Kragen


Ich bin Jahrgang 1962 und gehöre noch zu der Generation Frauen, die darum gekämpft hat, nicht Fräulein genannt zu werden.

Leicht irritiert verfolge ich nun seit dem letzten Jahr dieses seltsame  #Metoo Phänomen.

Hübsche Frauen beschweren sich, dass sie sich von alten hässlichen Männern haben anfassen lassen müssen, um Karriere zu machen und erwarten jetzt Mitleid und Verständnis????

Spinnt Ihr eigentlich?

Ich gehöre zu den Frauen, die nicht die Kröte geküsst haben, um in "den Adel" einzuheiraten. 
Ich gehöre zu den Frauen, die sich nicht anfassen lassen haben. 

Das musste man nämlich nicht! Man konnte sich wehren! Ja, das ging!!!
Ein einfaches „Lass das bitte“ reichte in der Regel und wenn nicht, sorgte ein kräftiger Tritt gegen das alternde männliche Schienbein für einen angemessenen Abstand.

Die, die wirklich gelitten haben, sind nicht die, die sich anfassen lassen haben, sondern die, die sich gewehrt haben, und dafür als "Zicken"  und "vertrocknete Schachteln" beschimpft wurden, und Nachteile im Job auf sich genommen haben! 
Die, die sich haben anfassen lassen, haben die Vorteile genossen, auf die die anderen verzichtet haben. Weibliche Solidarität? Wo war die? 

Mutige Frauen mussten sich Sprüche anhören wie:

„Stell dich nicht so an, sei ein bisschen nett, dann klappt das auch bei Dir“
„Wenn du auch immer so spröde bist, musst du dich nicht wundern ….“
„Kurzer Rock und die oberen Knöpfe der Bluse auf, dann wird das schon...“
„Nun lächele doch mal! …“
„Stell dich nicht so an, die anderen können das doch auch ….“

Schämt Euch, ihr #Metoo- Memmen, dass ihr den Mist mitgemacht habt.

Solange sich Frauen  mit High Heels künstlich laufunfähig machen,  haben sich auch kein Mitleid verdient, wenn sie nicht als lauffähig gelten.  
💪👿😈💪💪😈😈💥💥😈💪😈😈💥💥💥😈😈💪💪💥💥

PS:
Falls es jemanden irritiert, dass ausgerechnet eine Autorin "solcher" Bücher  so was schreibt, den kann ich beruhigen, in meinem Romanen treffen sich Mann und Frau auf Augenhöhe, um gemeinsam Spaß zu haben, auch wenn das in diesem Genre leider nicht die Regel ist.  Aber da fängt es doch an, oder?

2. PS
Da dieser Beitrag bereits kurz nach seiner Veröffentlichung für diverse Diskussionen gesorgt hat, noch ein kleiner Nachtrag, um  Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier um die #Metoo - Diskussion, nicht um Gewalt gegen Frauen.

Und für alle, die  es interessiert, gibt es auch hier noch einen interessanten Beitrag zum Thema:   https://www.zeit.de/kultur/2017-11/sexismus-metoo-sexuelle-uebergriffe-aussehen?utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_campaign=ref


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