Autorenblog

Freitag, 8. Juli 2016

Aus "Shut up, Kätzchen"

Nicht lektorierte Rohfassung!


 Sie zieht die Stirn kraus und zuckt zurück. „Liebe?“

Logan verdreht die Augen. „Ja, Cat, verdammt, es ist Liebe.“

„Wieso Liebe?“

„Weil man das nun mal so nennt.“

Sie schluckt und rückt mit einer schnellen Bewegung ihre Brille gerade.   

Okay, das dauert länger. Er lehnt sich gegen die Wand, legt die Füße übereinander und steckt die Hände in die Jeanstaschen. „Wo ist das Problem, Kätzchen?“

„Bist du sicher?“

„Ja, ich bin sicher.“

Sie verschränkt die Arme vor der Brust. Ihre Finger krallen sich an ihren Oberarmen fest,  als  ob sie sich beim Wattwandern verlaufen hat und eine Rettungsboje umarmt, weil die Flut gekommen ist.
Eine Weile starrt sie still auf den Fußboden. Dann hebt sie den Kopf und runzelt die Stirn. „Warum denkst du, dass es Liebe ist?“

„Weil…“, er überlegt einen Moment, „wenn es Liebe ist, ist plötzlich der andere wichtiger, als man selbst.“

Trotzig hebt sie das Kinn und starrt ihn an. „Ich will unseren Sex. Für mich. Ganz egoistisch.“

„Du hast mir vorgestern Tee gekocht, weil ich mich zweimal geräuspert habe.“

Sie verdreht genervt die Augen. „Du warst heiser. Dann hilft nun mal Hustentee. Das hat gar nichts zu bedeuten.“

„Du hast mir den Nacken massiert, nachdem wir die schweren Schränke getragen haben.“

„Ja, und? Du machst ja auch dauernd sowas.“

„Was sowas?“

„Na, umarmen, streicheln, verwöhnen, fragen, wie es mir geht, mich zudecken, wenn ich auf der Couch eingeschlafen bin, alles sowas eben.“

„Ja, genau, und weil wir sowas machen, deshalb ist es Liebe, das zwischen uns.“

 Schon wieder ein Griff an die Brille. Da bekommt aber jemand gewaltige Muffe.

„Na ja. Vielleicht hast du recht.“

Logan grinst.

„Hör auf zu lachen. Das ist nicht lustig“, faucht sie.

„Shut up, Kätzchen.“ Er zieht sie sie fest an seine Brust. „Komm, küss mich, wirst dich schon dran gewöhnen.“


Aus "Shut up, Kätzchen" 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen